Das Geschlecht der BANCK I.

Dieses Geschlecht auch bekannt unter BANK, von BANK I. oder von BANCK I., ist aus dem Fürstentum Brieg in den ersten Jahrzehnten nach der Stadtgründung (1231) in Breslau eingewandert. Sie haben sich in den nächsten 300 Jahren weit ausgebreitet und galten in ihrer Zeit als das mächtigste und reichtse Geschlecht Breslaus. Bankau im Fürstentum Brieg gegründet 1226 von den Bankowo gilt als Herrkunftsort.
Wappen der von Banck - SchlesienDie Brüder Heinrich, Hanko und Kunz unterwarfen sich in einem Streit um vier Lehen dem Urteil eines Gremiums von Dorfschulzen, also einem Gremium von Nichtadeligen. Was bedeutet, dass sie sich zu dieser Zeit noch nicht zum Adel rechneten.
Alles spricht dafür, dass es sich um eine Freigutsbesitzerfamilie handelte, die aber durch Handel schnell zu Reichtum gelangte. Schon beim ersten Auftreten in Breslau galt die Familie als sehr reich.
Wann und wie sie zum Adel kamen ist nicht weiter bekannt. In jedem Fall aber war das Geschlecht sehr einflußreich. In der Zeit von 1406 bis 1569, also 163 Jahre hindurch, war es mit sieben seiner Mitglieder im Rat der Stadt vertreten. Der letzte dieser sieben war 15 Jahre lang hintereinander Ratspräses und Landeshauptmann des Fürstentums Breslau.
Es ist erst mit Hans von Banck, der am 16.04.1605 auf einer Geschäftsreise in Danzig unverheiratet im Alter von 36 Jahren starb, erloschen.

Wappen:
Der Ratsherr Johannes Banke soll 1423 noch mit einer Hausmarke gesiegelt haben. Zu sehen auf Epitaphien in den Kirchen zu St. Elisabeth und Maria Magdalena.

Wappen der von Banck - BadenSpäter wurde ein Wappen angenommen, das in Rot eine silberne Taube mit erhobenen Flügeln auf einer goldenen Bank mit vier Füßen zeigt. Im 16. Jahrhundert wurde aus der natürlichen weißen Taube eine natürliche braune Taube, aus der dann ein silberner Adler entstanden ist.

Im 18. Jahrhundert ist ein österreichischer Offizier, vermutlich als Folge der Niederlage gegen Preußen 1757, in Süd-Baden eingewandert. Dieser Nachkomme der schlesischen Banck, der in seinem Namen nicht mehr das c trug hat sich im Kirchzartener Thale niedergelassen. Er erwarb den Rainhof und bewohnte ihn wie seine Nachfahren noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Von dort aus breiteten sich die von BANK nach Bleichheim bei Ettenheim, nach Bühl bei Offenburg und nach Kirchzarten aus. Noch heute leben dort Angehörige dieser Linien. Der Linie in Kirchzarten gehört der Pfarrer H. von Bank zu Herdwangen an.

Das Wappen dieser Linie gleicht bis auf wenige Abweichungen dem der schlesischen Bank.


Das Geschlecht der BANCK II.

Dieses Geschlecht wird zurückgeführt auf Wiglos de Banchow. Die Aufzeichnungen beginnen 1258 und reichen bis 1463. Die BANCK II. waren auf Bankau im Kreis Kreuzburg zu Hause.

Wappen:
Angeblich seit 1292 ein Wappen mit Andreaskreuz, das 1420 bestätigt sein soll. Nirgends nachgewiesen.


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