Amaryllis - Hippeastrum, Ritterstern

Wasser: wenig gießen
Standort: abhängig der Vegetationsphase
Herrkunft: Südamerika
Höhe: 60 cm
Breite:
Wuchsrichtung: aufrecht
Blattfarbe: grün
Blüte: nach einer 3 bis 4 monatigen Ruhephase
Blütenfarbe: rot
Temperatur: Zimmertemperatur
Düngung: während der Wachstumsphase
Vermehrung: Brutzwiebeln
Systematik
Monokotyledonen
Klasse:
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie: Amaryllidoideae
Tribus: Amaryllideae
Untertribus:
Gattung: Amaryllis
Art:
Wissenschaftlicher Name: Amaryllis

Hippeastrum, umgangssprachlich Ritterstern oder eigentlich falsch Amaryllis genannt, ist eine als Zimmerpflanze weit verbreitete Zwiebelpflanze und gehört zur Familie der Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse). Um die Verwirrung komplett zu machen, nennt man die echte Amaryllis (Amaryllis belladonna), die zur gleichen Familie gehört, umgangssprachlich Belladonnalilie. Die Heimat von Hippeastrum liegt in Südamerika in Zonen mit ausgeprägten Trockenzeiten, während Amaryllis belladonna in Südafrika beheimatet ist.
Auffallend sind die meistens ein bis zwei Blütenschäfte, die mit 3 oder 4 großen Blüten besetzt sind. Die am meisten bekannte Sorte blüht scharlachrot, es gibt aber auch welche mit weißen oder rosa Blüten bzw. allen Farben dazwischen und zudem unzählige Kreuzungen, die sich durch Zweifarbigkeit (gestreift, gesprenkelt oder andersfarbiger Blütengrund) auszeichnen.

Bei Hippeastrum muß man drei Vegetationsphasen unterscheiden: Die Blühphase (Winter), die Wachstumsphase (Frühjahr/Sommer) und die Ruhephase (Herbst). Entsprechend diesen Phasen muß man die richtigen Kulturbedingungen bereitstellen. Der Ritterstern wird im Winter im Zimmer und im Frühjahr/Sommer im Freien kultiviert, während im Herbst der dunkle Keller ein geeigneter Ort ist. Wird er nach der Blüte nicht weitergepflegt, wird er in der darauffolgenden Saison nicht wieder blühen.

Die Knolle braucht 3-4 Monate komplette ruhe - bis sie wieder einen neuen blütenansatz bilden kann.

Ich lasse meine immer zu Weihnachten erblühen. Dazu werden Sie Anfang Juli in den Keller gestellt und eintrocknen gelassen. - Das welke Laub erst abschneiden wenn es Pulvertrocken ist - Anfang November nehme ich sie dann wieder raus und stelle sie ans Fensterbrett (dann ist die Sonne auch nicht so stark - dass sie sich verbrennen könnte). Um Weihnachten herum blüht sie dann.

Wasser

Als Zwiebelpflanze benötigt der Ritterstern nicht sehr viel Wasser. Bei zuviel Wasser fault die Zwiebel. Bis zum deutlich erfolgten Austrieb darf überhaupt nicht gegossen werden.

Licht

Während der Blühphase genügt die im Winter nicht sehr hohe Lichtintensität. Während der Wachstumsphase ist ein heller und gern auch sonniger Standort im Freien ist ideal. Die Lagerung der in Ruhe befindlichen Zwiebeln (d.h. ohne Austrieb) sollte möglichst dunkel erfolgen.

Temperatur

Für den Austrieb ideal ist Zimmertemperatur. Bei bereits gebildeter Blüte sollten es im Interesse einer möglichst langen Blühphase zwischen 15 und 20 °C sein. Danach erfolgt die weitere Kultur bei mindestens 10 °C (gerne wärmer).

Düngung

Nur während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer sollte etwa einmal pro Woche mit einem beliebigen Volldünger, der nach Herstellervorschrift angesetzt wird, gedüngt werden.

Vermehrung

Durch Brutzwiebeln.

Sonstiges

Ritterstern erhält man im Handel vorzugsweise als Zwiebel, seltener als fertige Pflanze. Die Zwiebel pflanzt man so in einen möglichst kleinen Topf, daß maximal die Hälfte der Zwiebel im Substrat steckt. Nach einiger Zeit bilden sich ein oder zwei Blütenschäfte und kurze Blattstummel. Bis die Blütenschäfte mindestens 20 cm hoch sind, wird nicht gegossen; danach nur sehr sparsam. Nach der Blüte entfernt man die Blütenschäfte radikal. Jetzt ist die Zwiebel ausgelaugt und muß neue Energie tanken. Dazu bilden sich aus den Blattstummeln ziemlich lange Blätter, die reichlich Assimilationsfläche zur Verfügung stellen. Jetzt muß auch gedüngt werden, damit die Zwiebel Nährstoffe einlagern kann. Ein geeigneter, sonniger Standort findet sich im Frühjahr sicher im Freien. Bis zu den Eisheiligen (Ende Mai) beläßt man sie aber besser im Zimmer, da die Zwiebel keinen Frost abbekommen darf. Ab August reduziert man die Wassergaben und stellt sie im September ganz ein. Daraufhin verwelken langsam die Blätter. Den ausgetrockneten Pflanztopf samt Zwiebel oder alternativ die herausgenommene Zwiebel lagert man nun an einem dunklen, kühlen Ort, z.B. im Keller. Im Dezember pflanzt man die Zwiebel in frisches Substrat und das Spiel beginnt von vorne. Geeignet ist jedes wasserdurchlässige und lockere Substrat. Den Pflanztopf sollte man vor dem Befüllen mit Substrat einige Zentimeter hoch mit einer Drainageschicht aus Blähton, Kies, Tonscherben o.ä. versehen.